Diese Website ist inzwischen veraltet, wird nicht mehr gepflegt und wird voraussichtlich in einigen Monaten offline genommen. Wenn jemensch Interesse daran hat die Inhalte zu übernehmen und weiter zu pflegen, kotanktiert mich bitte über exploeco.de. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Inhalte eine Zukunft hätten. Ich stelle gerne alles Notwendige zur Verfügung und bin auch gerne bei der Einrichtung einer neuen Website oder eines neuen Wikis behilflich. Gerne kann auch ein ehemals gestarteter Ansatz reaktiviert werden, unter wiki.fsrpsy-leipzig.de.

4. Geistige Behinderungen

Diese Vorlesung ist sehr lückenhaft, da die Quelle immer noch nicht vollständig zur Verfügung steht. Sie wird aber sobald möglich ergänzt.

„Behindert ist derjenige, bei dem eine körperliche und/oder seelische Erkrankung, ein angeborenes Leiden oder eine äußere (z.B. Schädelhirntrauma) oder innere Schädigung (z.B. Schlaganfall) vorliegt, welche Schäden nach sich zieht, die wiederum Fähigkeitsstörungen und soziale Beeinträchtigungen auslösen bzw. mit bedingen.“ (WHO, 1997)

Siehe Behinderung Allgemein

Euthanasie

Kindereuthanasie

Seit dem 18.08.1939 mussten alle Geburten psychisch behinderter Kinder registriert werden. Es sollte anschließend ein Bericht innerhalb der ersten 3 Jahre angefertigt werden, welcher über das Leben des geistig behinderten entschied.

Es wurde keine medizinische Untersuchung durchgeführt, vielmehr wurde allein auf Basis von Kriterien-Bögen beurteilt. Kinder, welche ein „Minus“ eingetragen bekamen, wurden zunächst einige Wochen verwahrt, bis sie anschließend getötet wurden.

Ab 1941 wurde das Alter auf bis zu 16-Jährigen erweitert. Außerdem wurden als „Krank“ auch Kinder einer anderen „Rasse“ eingestuft. Insgesamt starben bis zu 8000 Kinder.

Relevante Krankheiten

Krankheiten bzw. Behinderungen welche zum Tod führten waren:

  • Idiotie und Down-Syndrom → Besonders, wenn in Kombination mit Blindheit/Taubheit
  • Mikrocephalie → Abnorm kleiner Gehirnschädel
  • Hydrocephalus (Wasserkopf) → Schwerer/Fortgeschrittener Grad
  • Missbildungen → Fehlende Gliedmaße, Spatbildung des Kopfes/Wirbelsäule
  • Lähmungen → Auch Littlesche Erkrankung

Aktion „T4“

Die Aktion „T4“ hatte das Ziel „unwertes Leben“ zu vernichten. Dazu zählten:

  • Personen mit Schizophrenie, Epilepsie, senile Erkrankungen, Schwachsinn, etc.
  • Personen, die mind. 5 Jahre in einer Anstalt waren
  • Kriminelle Geisteskranke
  • Personen ohne deutsche Staatsbürgerschaft oder anderer „Rasse“

⇒ Erstes dokumentiertes Opfer: Theodor K. mit 36 Jahren

Erklärungen

Ärztliche Zielsetzung

Eine Erklärung ist eine Verschiebung der Zielsetzung der Ärzte. Ursprünglich sollten Ärzte für das (1) Wohl des Kranken sorgen. Diese Zielsetzung wurde verschoben auf das (2) öffentliche Wohl. Ziel sollte es sein die „Volksgesundheit“ zu fördern.

Affektivität

Es kann davon ausgegangen werden, dass die Abwesenheit von Affektivität zu menschenverachtendem Verhalten führen kann.

„Eine Studie der Struktur der Affektivität stellt das derzeit am Dringendsten notwendige Forschungsfeld innerhalb unserer Gesellschaft dar.“ (Rolando Toro)

Eine pathologisch auffällige Affektivitätsminderung führt zu:

  • Selbstzerstörung → Mangel an Selbstliebe
  • Intoleranz gegenüber Andersartigen → Beziehungen der Dominanz/Unterwerfung
  • Egozentrismus/Individualismus → Dissoziation
  • Kommunikationsstörungen/Kontaktschwierigkeiten → Hemmung des Ausdrucks

Down-Syndrom

Der Name „Down-Syndrom“ stammt von dem englischen Arzt John Langdon Down, der 1866 als Erster charakteristische Merkmale für diese Behinderung sammelte.

Das Down-Syndrom wird auch Trisomie 21 bezeichnet, da das Chromosom 21 drei Mal vorkommt.

Da Down-Syndrom eine genetische Ursache hat bzw. auf einem genetischen Fehler basiert, steigt die Wahrscheinlichkeit für Trisomie 21 mit dem Alter der Mutter bei der Schwangerschaft. Je älter die Mutter, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit für einen genetischen Fehler und somit auch für Trisomie 21.

Varianten

  • Freie Trisomie 21 (95%)
  • Translokationstrisomie (4%)
  • Trisomie-21-Mosaik (1%)

1. Freie Trisomie

  • Überzähliges Chromosom 21 in jeder Zelle
  • Starke Ausprägung der Behinderung

2. Translokationstrisomie

  • Ein Teil des zusätzlichen Chromosoms 21 ist mit anderen Chromosomen verbunden
  • Schwächere Ausprägung der Behinderung

3. Trisomie-21-Mosaik

  • Einige Zellen enthalten überzähliges Chromosom 21, andere nicht
  • Schwächere Ausprägung der Behinderung

Epidemiologie

  • 1 von 700 Geburten
  • Geschlechterverhältnis 2:3 (Mädchen:Jungen)
  • Vorkommen in allen ethnischen Gruppen
  • In 95% kommt zusätzliches Chromosom von Mutter

⇒ Häufigste Chromosomenstörung, die zu Behinderung führt

Merkmale

  • Verlangsamte geistige Entwicklung
  • Verschiedene Herzfehler (ca. 50%)
  • Eingeschränktes Hör-/Sehvermögen
  • Organische Schädigungen → Darm, Niere, Schilddrüse
  • Anfällig für Infektionskrankheiten → Obere Luftwege/Ohren
  • Anfällig für schwere Krankheiten → Leukämie
  • Senilität ab ca. 40. LJ
  • Meist fröhlich
  • Musikliebe

Kindesentwicklung

Entwicklung Down-Syndrom Normal
Lächeln 3 Monate 1,5 Monate
Frei sitzen 11 Monate 6 Monate
Krabbeln 15 Monate 9 Monate
Stehen 20 Monate 11 Monate
Laufen 26 Monate 14 Monate
Erstes Wort 23 Monate 12 Monate
Blasenkontrolle 3¼ Jahre 22 Monate
Anziehen 7¼ Jahre 4 Jahre

Allgemein - Geistige Behinderung

Therapie

?

Chancen

  • Persönliche, soziale, berufliche Entwicklung
  • Gründung einer Familie
 
uni-leipzig/psychologie/module/paedagogisch3/3.txt · Zuletzt geändert: 2012/12/12 14:18 (Externe Bearbeitung)
 
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