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1. Psychotherapie und Entspannungstechniken

Psychotherapie

⇒ Übersicht über Psychotherapieverfahren auf Wikipedia

Therapeutische Prozessphasen

Die Phasen des therapeutischen Prozesses teilen sich in 4 Schritte:

  • Indikation
  • Aufbau der Therapeutischen Beziehung
  • Inszenierung des therapeutischen Lernens
  • Evaluation vor/nach Abschluss

Detaillierte Tabelle

Arbeitsformen in der Psychotherapie

  • Dyade → Therapeut/Patient
  • Triade → 2 Therapeuten/Patient
  • Mediatorenmodell → z.B. „Therapeut → Eltern → Kind“
  • Systemische Arbeitsformen → Therapeut/en angepasst an Patient/en
  • Gruppe → Therapeut/Co-Therapeut und Gruppe von Patienten
  • Medienvermittlung → z.B. Video, PC, etc.
  • Selbsthilfe → Patient/Patient

Wirkfaktoren der Psychotherapie

Nach Frank

  • Korrektive Lernmöglichkeiten
  • Hoffnung und Besserungserwartung
  • Erfolgserlebnisse mit Selbstwertsteigerung
  • Aufhebung zwischenmenschlicher Entfremdung
  • Emotionale Erregungsabfuhr

Nach Grawe

Ein moderner Ansatz der Wirkfaktoren wurde von Grawe aufgestellt:

  • Motivationale Klärung
  • Problemaktualisierung
  • Problembewältigung
  • Ressourcenaktivierung
  • Therapeutische Beziehung

Therapeutische Verfahren

Wichtige therapeutische Verfahren nach Abschluss einer Psychotherapie sind:

  • VEV → Veränderungsfragebogen des Erlebens und Verhaltens
  • STEP → Stundenbogen für die Allgemeine und Differenzielle Einzelpsychotherapie

Entspannungsverfahren

Eine Entspannung ist ein Zustand eines gesenkten biologischen Energieumsatzes, welcher als angenehm empfunden wird. Eine Entspannung geht einher mit einer (1) Physiologischen Veränderung und einer (2) Psychischen Veränderung.

  • Physiologische Veränderung → Tonusverminderung, Wärmegefühl, Verlangsamung (Herzschlag/Atmung), Abnahme Hautleitfähigkeit, Freisetzung Neurotransmitter, Zunahme Magenmotorik
  • Psychische Veränderung → Gelöstheit, Erholung, Gelassenheit, Zeit-Fehleinschätzung, Körpergrenzen zerfließen

Einsatzmöglichkeiten

  • Vor belastenden Situationen
  • Nach belastenden Situationen → Senkung der Aktivierung
  • Bei Angststörungen
  • Bei psychosomatischen Beschwerden → z.B. Blutdruck, Spannungskopfschmerzen, etc.
  • Bei Schlafstörungen

Mögliche Nebenwirkungen

  • Entspannungsinduzierte Angstzustände
  • Depersonalisationsphänomene
  • Übelkeit/Kopfschmerzen
  • Magenknurren
  • Gähnen, Frösteln oder Kribbeln
  • Paradoxe Effekte → z.B. Herzfrequenzanstieg
  • Sexueller Arousalanstieg

Kontraindikation

In folgenden Fällen sollten Entspannungsverfahren vorsichtig oder gar nicht angewendet werden.

  • Hypotonie → Weiteres Absinken des Blutdrucks durch Entspannung
  • Asthma → Probleme bei langsamer Atmung
  • Herzrhythmusstörungen
  • Akute Migräne
  • Psychose

Autogenes Training

Das autogone Training nach J. H. Schultz (1920) hat die Annahme, dass eine Selbstkontrolle und eine mentale Konzentration zu Entspannung führt (konzentrative Selbstentspannung).

Elemente sind:

  • Selbstkontrolle / Mentale Konzentration
  • Passive Konzentration
  • Abgeleitet von Hypnose („Autosuggesition“)
  • Regelmäßiges Üben
  • Aufdeckung von Problemen
Aufbau
  • Grundstufe → 6 Übungen
  • Oberstufe → Vorsätze, Bilder, Fragen
 
uni-leipzig/psychologie/module/klinisch3/1.txt · Zuletzt geändert: 2013/01/28 11:28 von carlo
 
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