Diese Website ist inzwischen veraltet, wird nicht mehr gepflegt und wird voraussichtlich in einigen Monaten offline genommen. Wenn jemensch Interesse daran hat die Inhalte zu übernehmen und weiter zu pflegen, kotanktiert mich bitte über exploeco.de. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Inhalte eine Zukunft hätten. Ich stelle gerne alles Notwendige zur Verfügung und bin auch gerne bei der Einrichtung einer neuen Website oder eines neuen Wikis behilflich. Gerne kann auch ein ehemals gestarteter Ansatz reaktiviert werden, unter wiki.fsrpsy-leipzig.de.

2. Prosoziales Verhalten

1. In welcher Form kann der Overjustification-Effect genutzt werden um Hilfsbereitschaft von Kindern zu überprüfen?
  • Wirkt nur bei intrinsischer Motivation
  • Überprüft intrinsische Motivation des Hilfeverhaltens
2. Welches Problem ergab sich nach der ersten Studie bzgl. des intrinsischen Hilfeverhaltens?
  • Eltern waren immer anwesend
    • Autorität anwesend
    • Angeben vor Eltern
    • Erfreuen der Eltern
    • Vermeiden von Ärger
  • ⇒ Trotz sorgfältiger Instruktion kann subtiles beeinflussendes Verhalten vorliegen
3. In welchen Phasen verlief die Studie?
  • Warm-up-Phase
  • Treatment-Phase → Eltern: Aktiv, Passiv, Nicht anwesend
  • Test-Phase → Bei allen Kindern gleich
4. Wie wurden die Treatment-Phase gestaltet, um zu überprüfen, ob die Kinder von den Eltern beeinflusst werden?
  • Experimentator greift nach heruntergefallenem Objekt
  • Nach 15 Sekunden → Objektbenennung und Anschauen des Kindes
  • ⇒ Wenn das Kind 5 mal geholfen hat, kam es weiter in die Test-Phase
  • Elternverhalten
    • Aktiv → Ermutigt Kind 30 Sekunden
    • Passiv → Ohne Aktion
    • Abwesend → Hinter Vorhang
5. Was waren die Ergebnisse?
  • Kinder brauchten unabhängig von der Elternanwesenheit immer gleich viele Trails bis sie halfen
  • Kinder halfen unabhängig von der Elternanwesenheit bei fast allen Durchgängen
  • Elterliche Ermutigung hatte keinen Effekt
  • Unbelohntes Hilfeverhalten wurde fortgesetzt → Obwohl Unterbrechung des Spiels nötig
6. Was wurde bei einer weiteren Folgestudie untersucht? Und wie? Ergebnisse?
  • Probleme
    • Potentieller Deckeneffekt → Evtl. zu starke Tendenz zu helfen
    • Schlechte Standardisierung
    • Zu kleine Stichprobe
  • Einrichtung einer Barriere
  • Treatment-Phase → E1 äußert sich nicht, greift nur zweimal, E2 variiert:
    • Anweisungen → Sagt dem Kind was zu tun ist
    • Ermutigung → Betonung des Problems
    • Nicht anwesend → Kind allein mit E1
  • ⇒ Keine signifikanten Unterschiede bzgl. (1) Konditionierungseffekten in Test-Phase oder (2) Dauer des Helfens
7. Was kann aus der Studie zur Untersuchung der intrinsischen Motivation geschlossen werden?
  • Kinder helfen intrinsisch motiviert → Unterbrechen Spiel, überwinden Hindernisse
  • Korrumpierungseffekt → Intrinsische Motivation lässt sich durch extrinsische Anreize untergraben
  • Anwesenheit von Eltern trägt nicht zu einer erhöhten Hilferate bei
  • Art der Motivation (ermutigend oder anweisend) durch Andere ändert Hilfeverhalten nicht
  • Kinder helfen von allein und nicht nur, um auf (1) kommunikative Bitte und auf (2) verlangendes Verhalten zu antworten
8. Wie erfolgt Soziales Lernen?
  • Mimicry
  • Konidtionierung
  • ⇒ Eltern (bzw. Erziehung) wichtig für (1) Empathie und (2) prosoziales Lernen
9. Wie kann Empathie eingeteilt werden? (Komponenten)
  • Emotionale/Affektive Komponente → Stellvertretende emotionale Reaktion
  • Kognitive Komponente → Bewusstheit über internen Zustand (Perpective Taking)
  • ⇒ Theory of Mind als eine Form des Perspective Taking
10. In welchem Zusammenhang stehen Theory of Mind und Perspective Taking?
  • Signifikanter Zusammenhang zwischen ToM und PT
  • Beide führen zu prosozialem Verhalten
11. Wie lauten die Hypothesen der Studie zum prosozialen Verhalten?
  • Erziehung hat positiven Einfluss auf kognitive Empathie und damit auch auf prosoziales Verhalten
  • Ermutigung zur Perspektivenübernahme erhöht prosoziales Verhalten
  • Hohe dispositionale Empathie der Eltern führt zu erhöhter Ermutigung zur Perspektivenübernahme
12. Wie wurde die Studie durchgeführt? (Messung)
  • Theory of Mind
    • Diverse Disires → Verständnis, dass andere Wünsche haben, die sich von den eigenen unterscheiden können
    • Diverse Belief → Verständnis, dass andere Überzeugungen haben, die sich von den eigenen unterscheiden können
    • Contents False Belief → Verständnis, dass andere falsche Übrzeugungen haben können
  • Perspektive Taking → Emotional Perspektive Taking Tasks
    • Bilder mit je einem glücklichen/unglücklichen Gesicht → Kind lernt auf korrekte Emotion zu deuten
    • Kind soll eigenen Freund benennen → Eine Geschichte wird erzählt, Freund wird eingebaut
    • Emotion des Freundes soll benannt werden → Durch deuten auf korrektes Gesicht
  • Weitere Aspekte
    • Prosoziales Verhalten → Fragebogen für Eltern/Erzieher
    • Ermutigung zur Perspektivenübernahme → Zwei Items für Eltern
    • Mütterliche dispositionale Empathie → Fragebogen für Eltern
13. Welches Fazit kann man aus der Studie ziehen? Wie sollten sich Eltern verhalten, damit die Kinder prosoziales Verhalten lernen?
  • Hohe Bedeutung von Erziehung für prosoziales Verhalten
    • Warmer, sensibler, bereithaltender Erziehungsstil
    • Ermutigung zur Perspektivenübernahme
 
uni-leipzig/psychologie/module/entwicklung2/seminar/fragen/2.txt · Zuletzt geändert: 2013/07/08 18:16 (Externe Bearbeitung)
 
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