Diese Website ist inzwischen veraltet, wird nicht mehr gepflegt und wird voraussichtlich in einigen Monaten offline genommen. Wenn jemensch Interesse daran hat die Inhalte zu übernehmen und weiter zu pflegen, kotanktiert mich bitte über exploeco.de. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Inhalte eine Zukunft hätten. Ich stelle gerne alles Notwendige zur Verfügung und bin auch gerne bei der Einrichtung einer neuen Website oder eines neuen Wikis behilflich. Gerne kann auch ein ehemals gestarteter Ansatz reaktiviert werden, unter wiki.fsrpsy-leipzig.de.

1. Einführung

1. Nennen Sie kurz die Aufgaben der Entwicklungspsychologie
  • „Beschreibung, Erklärung und Optimierung von intraindividuellen Veränderungen und interindividuellen Differenzen in intraindividuellen Veränderungen“
    • Lebensalter als Zeitdimension
    • Fokus auf nachhaltiger Veränderung
    • Offene Entwicklungsrichtung
    • Normative und differentielle Veränderungen
    • Plastizität und Kontextgebundenheit der Entwicklung
2. Welche Schritte werden im Prozessmodell psychologischen Handelns (Montada) unterschieden?
  • Fokussierung einer praktischen Aufgabe bzw. eines Anliegens
  • Problem- und Bedinungsanalyse
  • Entwicklungs- und Störungsprognose
  • Begründung von Entwicklungs- und Interventionszielen (und Maßnahmen zur Zielerreichung)
  • Evaluation der Maßnahmen
3. Was versteht man unter einem Problem? Und welche Aspekte müssen bei einer Problemanalyse beachtet werden?
  • Diskrepanz zwischen Ist- und Soll-Zustand
    • Mehrere Ziele (innerhab einer Person) → z.B. Bindung / Freiheit
    • Ziele und Potentiale → z.B. Berufliche Ziele / Fähigkeiten
    • Ziele und Forderungen Dritter → z.B. Ziele des Partners, Ziele des Kindes
    • Ziele und Ressourcen → z.B. Weiterbildungswunsch / Finanzen
    • Ziele und normative Überzeugungen → z.B. Freiheit / Verpflichtung
  • Aspekte
    • Abweichung muss keine Störung sein (z.B. leicht behebbar oder normativ)
    • Auch Sollsetzung kann Störung sein (z.B. Exzessives Abmagern, Rigide Gehorsamkeitsforderung)
4. Was versteht man unter einer Bedingungsanalyse? Was muss unterschieden und was beachtet werden?
  • Suche nach Umständen und Voraussetzungen
  • Unterscheidung: Entstehung und Aufrechterhaltung
  • Beachten: Variation der Bedingungsfaktoren
    • Lebensspanne → z.B. Beschützender Erziehungsstil
    • Verschiedene Kriterien → z.B. Beschützender Pflegestil
    • Verschiedene Zeitfenster → z.B. Kurz-/Langfristige Effekte
5. Was ist die Basis einer Entwicklungs- und Störungsprognose?
  • Allgemeine Entwicklungsverlaufsdaten → Allgemein Prognose
  • Differentielle Entwicklungsverläufe, Wissen über Entwicklungsbedingungen → Differentielle Prognose
6. Welche Probleme können bei einer Entwicklungs- und Störungsprognose auftreten?
  • Entwicklungsbedingungen nicht vollständig bekannt
  • Zukünftig ausgesetzte Entwicklungsbedingungen nicht bekannt
  • Entwicklung nicht nur gesetzmäßig, sondern auch Folge frei gewählten Handelns
7. Welche Arten von entwicklungspsychologischen Maßnahmen können unterschieden werden? Nenne Sie Beispiel!
  • Prävention → Förderung der „phonologischen Bewusstheit“ im Kindergartenalter
  • Intervention → Vermittlung von Problemlösestrategien
  • Bewältigung
8. Welche Ziele liegen entwicklungspsychologischen Maßnahmen zu Grunde?
  • Vermeidung/Minimierung von Entwicklungsrisiken
  • Förderung von Entwicklungsressourcen
  • Kompensation von Fehlentwicklungen
9. Was bildet die Grundlage entwicklungspsychologischen Maßnahmen?
  • Empirisch fundiertes Wissen
10. Welche zentralen Aspekte der angewandten Entwicklungspsychologie haben Petermann & Schneider postuliert?
  • Orientierung über Lebenslauf → Keine Beschränkung auf Kindheit/Jugend
  • Alle menschlichen Lebensbereiche → Keine Beschränkung auf Klinisch/Pädagogisch
  • Prävention/Intervention/Bewältigung → Kein Fokus auf Beschreibung/Erklärung
  • Beachtung des natürlichen Kontext → Keine unsiverselle Entwicklung
  • Beachtung der externen Validität → Keine Beschränkung auf interne Validität
11. Welches ist die zentrale Aufgabe der angewandten Entwicklunspsychologie und was muss dabei beachtet werden?
  • Normatives Wissen bereitstellen
  • Individuelle Differenzen beachten
  • Entwicklungsprognose erstellen → Plastizität/Selbstgestaltung beachten
  • Entwicklungsbedingungen ermitteln → Einbeziehung aktueller/verzögerter/multifunktionaler Einflussgrößen
12. Welche natürlichen Kontexte können prinzipiell unterschieden werden?
  • Normative Übergänge → z.B. Neues Familienmitglied, Tod der der Eltern
  • Nicht-normative Veränderungen → z.B. Scheidung, Tod eines Kindes
  • Mikro- und Makrokontexte → z.B. Scheidung in bestimmter Gesellschaft / zu historischem Zeitpunkt
13. Was versteht man unter externer Validität? Nennen Sie ein Beispiel!
  • „Generalisierbarkeit und Repräsentativität von Untersuchungsergebnissen“ 1)
  • Beispiel: Emotionserkennung
    • Emotionserkennung ohne Kontext → Altersbezogener Abbau
    • Emotionen in altersrelevanten Kontexten → Altersbezogene Stabilität
 
uni-leipzig/psychologie/module/entwicklung2/fragen/1.txt · Zuletzt geändert: 2013/08/04 13:54 von carlo
 
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