Diese Website ist inzwischen veraltet, wird nicht mehr gepflegt und wird voraussichtlich in einigen Monaten offline genommen. Wenn jemensch Interesse daran hat die Inhalte zu übernehmen und weiter zu pflegen, kotanktiert mich bitte über exploeco.de. Ich würde mich sehr freuen, wenn die Inhalte eine Zukunft hätten. Ich stelle gerne alles Notwendige zur Verfügung und bin auch gerne bei der Einrichtung einer neuen Website oder eines neuen Wikis behilflich. Gerne kann auch ein ehemals gestarteter Ansatz reaktiviert werden, unter wiki.fsrpsy-leipzig.de.

1. Einführung

Inhalt

  • 1. Einführung
  • 2. Psychologische Tests
    • 2.1 Einteilungsgesichtspunkte
    • 2.2 Items
    • 2.3 Statistische Itemanalysen
    • 2.4 Normierung
  • 3. Testgütekriterien
    • 3.1 Objektivität
    • 3.2 Reliabilität
    • 3.3 Validität
  • 4. Entscheidungstheoretische Modelle
  • 5. Diagnostische Urteilsbildung
  • 6. Diagnostischer Prozess

1.1. Definition

„Psychologische Diagnostik ist eine Methodenlehre im Dienste der angewandten Psychologie. Soweit Menschen die Merkmalsträger sind, besteht ihre Aufgabe darin, interindividuelle Unterschiede im Verhalten und Erleben sowie intraindividuelle Veränderungen einschließlich ihrer jeweils relevanten Bedingungen so zu erfassen, dass hinlänglich präzise Vorhersagen künftigen Verhaltens und Erlebens sowie deren evtl. Veränderungen in definierten Situationen möglich werden.“ (Amelang & Schmidt-Atzert, 2006, S. 3)

Mit Hilfe der Diagnostik können folgende Punkte bearbeitet werden.

  • Charakteristika von Merkmalsträgern
  • Diagnostisches Urteil
  • Vorberietung von Entscheidungen, Prognosen

Merkmalsträger

Merkmalsträger sind nicht nur einzelen Personen:

  • Einzelne Personen
  • Gruppen
  • Institutionen
  • Situationen
  • Gegenstände

Ziele

Ziel ist eine Handlungs- und Entscheidungsprozess, der sich durch konkrete Aufträge ergibt.

Beispiele: Personalauswahl, Schule, klinische Diagnostik, etc.

1.2. Arten von Diagnostik

1. Selektionsdiagnostik

Bei der Selektionsdiagnostik geht es primär um die Auswahl von Personen.

1.1. Personenselektion

Aus einer Menge von Personen mit bestimmten Qualifikationen, wird nach bestimmten Bedingungen selektiert.

⇒ Aussortieren von Personen (z.B. Schule, Personalauswahl)

1.2. Bedingungsselektion

Aus einer Menge von Bedingungen für die bestimmte Qualifikationen benötigt werden, wird nach bestimmten Personen selektiert.

⇒ Aussortieren von Bedingungen (z.B. Berufsberatung)

2. Modifikationsidagnostik

Bei der Modifikationsdiagnostik geht es primär um die Veränderung von Verhalten und Erleben.

2.1. Verhaltensmodifikation

Eine bestimmte Person wird verändert (z.B. Klinische Intervention).

2.2. Bedingungsmodifikation

Bestimmte Bedingungen, denen eine Person ausgesetzt ist, werden verändert (z.B. Gestaltung des Arbeitsplatzes).

3. Mischstrategien

Zum Beispiel kann erst eine Selektion und anschließend eine Modifikation stattfinden.

⇒ Suchen einer qualifizierten Person für einen Lehrgang.

1.3. Gesetzlicher Rahmen

Wichtige gesetzliche Bedingungen sind:

  • Schutz der Vertraulichkeit
  • Zeugnisverweigerungsrecht
    • Kein allgemeines Verweigerungsrecht für Psychologen!
    • Verweigerungsrecht für Kinder- und Jugendpsychtherapeuten
    • Bestimmte weitere Einschränkungen (z.B. Aufklärung eines Verbrechens)
  • Betriebsverfassungsgesetz (Zustimmun des Betriebsrates notwendig)
    • Personalfragebögen
    • Auswahlrichtlinien
 
uni-leipzig/psychologie/module/diagnostik/vorlesung/1.txt · Zuletzt geändert: 2011/11/24 12:28 von carlo
 
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