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Bachelorarbeit: Explizite Detektion von Abweichungen in komplexen tonalen Regeln

Allgemein

Zusammenfassung

Die vorliegende Arbeit thematisiert die Verarbeitung komplexer Regeln bei auditiven Stimuli. Sie untersucht, auf welcher Ebene solche komplexen Regeln verarbeitet werden.

Frühere Studien zeigten bereits, dass das Gehirn die Fähigkeit besitzt solche Regeln präattentiv auf sensorischer Ebene zu erkennen. Insbesondere hat das Gehirn die Fähigkeit, Abweichungen solcher Regeln zu erkennen. Die sensorische Erkennungsleistung wurde mittels der Mismatch Negativity (MMN) nachgewiesen.

Auf der Basis früherer Experimente wurde diese Untersuchung auf einen expliziten Lernprozess erweitert, und es wurde geprüft, ob die Erkennung von Abweichungen solcher Regeln auch explizit erlernbar ist. Dafür bekamen die Versuchspersonen die Regeln ausführlich erläutert und hatten die Möglichkeit, diese Regeln langsam zu üben. Erhoben wurden in diesem Experiment ausschließlich behaviorale Daten in Form von Sensitivität und Reaktionszeit. Im Ergebnis zeigte sich zunächst, dass die Erkennungsleistung der Regelabweichungen trotz der Übung nicht zunahm und somit kein explizites oder implizites Lernen vorlag. Komplexe auditive Regeln scheinen also nur auf sensorischer Ebene verarbeitet zu werden.

Weitere Auswertungen der Daten ergaben eine geringe Evidenz für leichte Lerneffekte. Sollte explizites Lernen solcher Regeln möglich sein, dann vermutlich nur unter sehr hohem zeitlichem und konzentrativem Aufwand. Effekte von Musikalität und unterschiedlich angewendeten Strategien der Versuchspersonen konnten nicht nachgewiesen werden.

Es wurde deutlich, dass der Mensch über ein hoch effektives Erkennungssystem verfügt, das auch ohne Verwendung von Aufmerksamkeitsressourcen komplexe Regeln schnell erkennen und Fehler darin zuverlässig detektieren kann.

 
uni-leipzig/psychologie/module/bachelorarbeit.txt · Zuletzt geändert: 2015/09/23 11:39 (Externe Bearbeitung)
 
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